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Pinsel beschädigen die Farbe nicht, weil sie Pinsel sind. Schäden entstehen erst, wenn sie dort eingesetzt werden, wo gleitender Kontakt anstelle von Bewegung erforderlich ist.
Unterschiedliche Oberflächen an einem Fahrzeug vertragen unterschiedliche Arten von Berührung. Dieses Verständnis ist entscheidend für die Auswahl des richtigen Werkzeugs.
Lackierte Flächen erfordern einen gleitenden Kontakt. Ziel ist es, Verschmutzungen zu entfernen und gleichzeitig eine kontinuierliche Schmierung und minimalen Widerstand zu gewährleisten. Mikrofasertücher eignen sich hierfür hervorragend, da ihre Fasern flexibel sind, die Last verteilen und den Schmutz von der Oberfläche abtransportieren.
Bürsten hingegen sind für die Bewegung konzipiert. Ihre Fasern üben gezielten Druck in strukturierte oder vertiefte Bereiche aus, in denen sich Verunreinigungen festgesetzt haben und der Wasserfluss allein nicht ausreicht.
Dadurch eignen sich diese Bürsten ideal für:
Schubkarren und Gesichter
Reifen
Motorräume
Stark strukturierte Zierleiste
Und ungeeignet für:
Lackierte Karosserieteile
Zierleisten in Hochglanzschwarz
Empfindliche Klarlackierungen
Probleme entstehen, wenn Pinsel nicht bestimmungsgemäß verwendet werden. Selbst weiche Pinsel üben punktuellen Druck aus und konzentrieren die Kraft auf kleinere Kontaktflächen. Auf Lack erhöht dies die Wahrscheinlichkeit von Mikrokratzern.
Die Wahl des Werkzeugs sollte sich stets nach dem Verhalten der Oberfläche richten, nicht nach der Bequemlichkeit. Zum Aufnehmen und Abtransportieren von Verunreinigungen eignen sich Mikrofasertücher und Schmiermittel. Zum Ablösen von Verunreinigungen von der Oberflächenstruktur ist kontrolliertes Bürsten die richtige Methode.
Sicheres Waschen bedeutet nicht, Bürsten ganz zu vermeiden – es geht darum zu verstehen, wo sie hingehören.